Wie funktioniert die EcoFlow STREAM Serie?
Die EcoFlow STREAM Speicher sehen aus wie ein Akku, sind aber mehr als das. In den Modellen mit Solareingängen stecken Wechselrichter, Laderegler und Batterie in einem Gerät. Dazu kommt, dass mehrere Geräte zusammenarbeiten können, auch wenn sie in verschiedenen Räumen stehen. Hier erklären wir dir das Prinzip, damit du einschätzen kannst, welches Modell zu deinem Balkonkraftwerk mit Speicher passt.
Inhalt:
- Die kurze Antwort
- Die drei Wege des Solarstroms
- Die Modelle im Überblick
- Was der Smart Meter dazu beiträgt
- Mehrere Speicher im Haushalt
- Praxisbeispiel: Waschmaschine im Keller
- Was du zur 800-Watt-Grenze wissen solltest
- Welches Modell passt zu dir?
- Fazit
Die kurze Antwort
Ein STREAM Speicher nimmt Strom auf, speichert ihn und gibt ihn wieder ab, wenn er gebraucht wird. Modelle wie der STREAM Ultra bekommen den Strom direkt von deinen Solarmodulen. Modelle wie der STREAM AC Pro haben keine Solareingänge und laden über die Steckdose, wenn im Haushalt Solarstrom übrig ist. Abgeben können beide auf zwei Wegen: über die Steckdose ins Hausnetz und über die eigene Steckdose am Gerät.
Die drei Wege des Solarstroms
Am einfachsten verstehst du das System, wenn du dem Strom folgst. Er kann drei Wege nehmen:
- Ins Hausnetz: Über die Steckdose speist der Speicher ein. Bei den 800-Watt-Modellen sind das laut Hersteller bis zu 800 Watt, auch wenn mehrere Speicher zusammenarbeiten.
- In den Akku: Was du gerade nicht brauchst, bleibt im Speicher und steht dir später zur Verfügung, zum Beispiel am Abend.
- An die eigene Steckdose: Geräte, die direkt am Speicher hängen, werden von dort versorgt. Beim STREAM Ultra, Ultra X und AC Pro sind das bis zu 1.200 Watt, beim STREAM 5000 und AC 5000 bis zu 2.500 Watt, mit Erweiterungsbatterie bis zu 3.000 Watt. Beim STREAM 5000 und AC 5000 ist diese Steckdose ab Werk aus und wird in der App eingeschaltet.
Beim Ultra und Ultra X gibt es an dieser Steckdose außerdem einen Bypass mit 10 Ampere. Er sorgt dafür, dass angeschlossene Geräte aus dem Hausnetz weiterversorgt werden können.
Die Modelle im Überblick
Die wichtigsten Unterschiede liegen in der Kapazität und in der Frage, ob Solarmodule direkt angeschlossen werden können.
| Modell | Kapazität | Solareingänge | Eigene Steckdose |
|---|---|---|---|
| STREAM Ultra | 1,92 kWh | 4, zusammen 2.000 W | bis 1.200 W |
| STREAM Ultra X | 3,84 kWh | 4, zusammen 2.000 W | bis 1.200 W |
| STREAM AC Pro | 1,92 kWh | keine | bis 1.200 W |
| STREAM 5000 | 5,024 kWh, erweiterbar bis 15,072 kWh | 4, zusammen 5.000 W | bis 2.500 W, mit Erweiterung bis 3.000 W |
| STREAM AC 5000 | 5,024 kWh, erweiterbar bis 15,072 kWh | keine | bis 2.500 W, mit Erweiterung bis 3.000 W |
Alle Angaben stammen aus den Handbüchern und Datenblättern von EcoFlow. Die Kapazität ist jeweils der Nennwert. Die 5.000 Watt Solareingang beim STREAM 5000 sind für feste Anlagen gedacht. Für ein Balkonkraftwerk gelten die gesetzlichen Grenzen, dazu gleich mehr.
Was der Smart Meter dazu beiträgt
Damit ein Speicher nur so viel abgibt, wie du gerade verbrauchst, muss er deinen Verbrauch kennen. Das übernimmt ein Smart Meter am Stromzähler. Er misst, wie viel Strom gerade durch deinen Anschluss fließt, und der Speicher richtet seine Abgabe danach aus.
Ohne Smart Meter geht es auch, dann allerdings nicht in Echtzeit. Der STREAM 5000 gibt dann ohne eigene Vorgabe 200 Watt ab, mit einer Vorgabe in der App den festen Wert, den du eingestellt hast. Den Smart Meter im Zählerschrank setzt eine Elektrofachkraft.
Mehrere Speicher im Haushalt
Das Besondere an der Serie ist, dass Speicher zusammenarbeiten können, auch wenn sie an verschiedenen Orten stehen. Beim STREAM Ultra sind laut Handbuch bis zu sechs Geräte in einem System möglich, kaskadiert oder verteilt. Der AC Pro lässt sich unter anderem mit dem Ultra kombinieren. Bei der 5000er-Serie läuft der Ausbau anders: Bis zu drei Geräte arbeiten über das STREAM Gateway parallel. Dass sich die 5000er-Serie mit Ultra oder AC Pro kombinieren lässt, steht in den Handbüchern nicht, deshalb solltest du das nicht einplanen.
Warum sich das im Alltag lohnen kann, zeigen wir dir im Beitrag STREAM Serie im Alltag ausführlicher.
Praxisbeispiel: Waschmaschine im Keller
Ein einfaches Beispiel mit angenommenen Werten. Am Balkon steht ein STREAM Ultra mit Solarmodulen, im Keller ein STREAM AC Pro, am Stromzähler sitzt ein Smart Meter. Deine Grundlast liegt bei 250 Watt, die Sonne scheint.
- Vormittags: Der Ultra deckt die 250 Watt. Ist noch Solarstrom übrig, füllt er seinen eigenen Akku und kann auch den AC Pro im Keller mitladen. Das läuft über die normale Steckdose.
- Mittags: Du startest die Waschmaschine, die am AC Pro angeschlossen ist. Nimmt sie gerade 1.000 Watt auf, kommt das aus dem Akku im Keller, solange er geladen ist.
- Gleichzeitig: Der Ultra versorgt weiter das übrige Haus.
Wie viel das in deinem Fall bringt, hängt von Sonne, Modulen und deinem Verbrauch ab. Einen festen Sparbetrag nennen wir deshalb nicht.
Was du zur 800-Watt-Grenze wissen solltest
Immer wieder liest man, die STREAM Serie würde die 800-Watt-Grenze umgehen. Das halten wir für die falsche Beschreibung. Das Gerät speist laut Hersteller über die Steckdose bis zu 800 Watt ein. Die Geräte an seiner eigenen Steckdose versorgt es zusätzlich direkt, das ist eine andere Art der Nutzung. Welche Grenzen für dich gelten und was das Gesetz genau vorschreibt, haben wir in den Balkonkraftwerk-Regeln 2026 mit allen Quellen zusammengestellt.
Laut Handbuch dürfen außerdem nur qualifizierte Techniker die Geräte installieren und warten. Mehr als 800 Watt Abgabe ins Hausnetz sind beim STREAM 5000 und AC 5000 nur über einen festen eigenen Stromkreis durch eine Fachkraft möglich.
Welches Modell passt zu dir?
- Du baust neu auf: Dann passen Modelle mit Solareingängen. Du schließt die Module direkt am Speicher an und brauchst dafür keinen eigenen Mikrowechselrichter.
- Du hast schon ein Balkonkraftwerk oder eine PV-Anlage: Dann kommen STREAM AC Pro und STREAM AC 5000 infrage. Wie das geht, erklären wir dir bei Speicher nachrüsten.
- Du brauchst viel Kapazität: Dann sieh dir die 5000er-Serie an, die du mit Erweiterungsbatterien ausbauen kannst.
Wenn du unsicher bist, ruf uns einfach an: 07131 – 5948802, Mo–Do 8–12 und 13–17 Uhr, Fr 8–12 und 13–15 Uhr.
Fazit
Die EcoFlow STREAM Serie nimmt Solarstrom auf, speichert ihn und gibt ihn über zwei Wege wieder ab: ins Hausnetz und an die eigene Steckdose. Mit einem Smart Meter folgt die Abgabe deinem Verbrauch. Welches Modell zu dir passt, entscheidet vor allem, ob du neu aufbaust oder eine vorhandene Anlage ergänzt und wie viel Kapazität du brauchst.