Auch ein Balkonkraftwerk auf Nordbalkon kann sich lohnen: Mit 4 Panels (2000 Wp) und 1,92 kWh Speicher sind in Heilbronn ca. 740 kWh/Jahr realistisch. Das spart rund 259 € pro Jahr – Amortisation oft nach 5–6 Jahren.
Die Grundlast ist der Stromverbrauch, der in Deinem Haushalt rund um die Uhr anfällt – auch dann, wenn Du gerade keine großen Geräte aktiv nutzt. Wer seine Grundlast kennt, versteht den eigenen Stromverbrauch besser und kann ein Balkonkraftwerk mit Speicher deutlich sinnvoller planen. Auf dieser Seite erfährst Du, was die Grundlast beim Strom bedeutet, wie Du sie berechnen kannst und warum sie eine wichtige Rolle bei der Auswahl der passenden Speichergröße spielt.
Ermittle deine durchschnittliche Grundlast in Watt anhand von zwei Zählerständen und dem Zeitraum dazwischen.
Deine Grundlast
– W
Gib deine Werte ein und starte die Berechnung.
Die Grundlast beschreibt den konstanten Stromverbrauch in Deinem Haushalt, der unabhängig von der Tageszeit oder Deinem direkten Nutzungsverhalten anfällt. Auch nachts oder in ruhigen Zeiten laufen viele Geräte im Hintergrund weiter und verbrauchen dauerhaft Energie. Dazu zählen zum Beispiel Kühlschrank, Router, Heizungssteuerung, Gefriertruhe, Standby-Geräte, Lüftungsanlagen oder andere elektrische Verbraucher, die dauerhaft am Netz bleiben.
Genau dieser laufende Verbrauch wird als Grundlast Strom bezeichnet. Sie bildet gewissermaßen das Fundament Deines Stromverbrauchs und ist besonders wichtig, wenn Du wissen möchtest, wie viel Strom Du auch ohne aktive Nutzung ständig benötigst.
Wer seine Grundlast kennt, kann seinen Stromverbrauch deutlich besser einschätzen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Du Deinen Eigenverbrauch optimieren oder ein Balkonkraftwerk mit Speicher sinnvoll auslegen möchtest. Denn ein Speicher arbeitet im Alltag am effizientesten, wenn er nicht einfach möglichst groß gewählt wird, sondern zur tatsächlichen Grundlast und zur vorhandenen Solarleistung passt.
Eine realistisch bestimmte Grundlast hilft dabei, die passende Speichergröße zu finden. Ziel ist es, dass der Speicher den kontinuierlichen Verbrauch möglichst über viele Stunden hinweg abdecken kann. So wird der tagsüber erzeugte Solarstrom nicht nur kurzfristig genutzt, sondern auch in den Abend- und Nachtstunden sinnvoll eingesetzt.
Die Grundlast lässt sich relativ einfach berechnen. Dazu vergleichst Du zwei Zählerstände über einen Zeitraum, in dem möglichst nur die typischen Dauerverbraucher aktiv sind – zum Beispiel nachts. Ideal ist ein Zeitraum von etwa 8 bis 10 Stunden, in dem keine großen zusätzlichen Verbraucher wie Waschmaschine, Herd oder Spülmaschine laufen.
Die Berechnung funktioniert nach diesem Prinzip:
Verbrauch in kWh ÷ Stunden × 1000 = Grundlast in Watt
Ein Beispiel: Wenn Dein Stromzähler über Nacht in 8 Stunden um 1,2 kWh steigt, ergibt sich folgende Rechnung:
1,2 ÷ 8 × 1000 = 150 Watt Grundlast
In diesem Fall liegt Deine durchschnittliche Grundlast also bei 150 Watt.
Viele Haushalte unterschätzen, wie viele Geräte auch ohne direkte Nutzung dauerhaft Strom verbrauchen. Besonders häufig tragen Kühlschränke, Gefriergeräte, Router, Heizungssteuerungen, Umwälzpumpen, Lüftungsanlagen, Smart-Home-Komponenten oder Geräte im Standby zur Grundlast bei.
Je mehr dieser Geräte dauerhaft in Betrieb sind, desto höher fällt die Grundlast aus. In vielen Haushalten bewegt sie sich zwischen etwa 80 und 250 Watt. Der tatsächliche Wert hängt aber immer von den vorhandenen Geräten und vom individuellen Nutzungsverhalten ab.
Die Grundlast spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl eines passenden Balkonkraftwerks mit Speicher. Denn ein Speicher soll nicht nur Strom aufnehmen, sondern ihn vor allem dann wieder abgeben, wenn weiterhin Strom im Haushalt benötigt wird. Genau dafür ist die Grundlast ein sehr guter Anhaltspunkt.
Wenn Deine Grundlast eher niedrig ist, reicht oft schon ein kleinerer Speicher aus, um den laufenden Verbrauch über viele Stunden zu decken. Ist die Grundlast dagegen höher, kann ein größerer Speicher sinnvoll sein, damit genügend Energie für die Abend- und Nachtstunden vorhanden ist.
Für Haushalte mit niedrigerer Grundlast ist oft ein Speicher mit 1,92 kWh sinnvoll. Diese Größe eignet sich besonders dann, wenn der Speicher die Grundlast idealerweise über etwa 10 bis 12 Stunden abdecken soll. In diesem Bereich sind meist 2 bis 3 Solarpanels sinnvoll, um ausreichend Solarstrom für den Speicher zu erzeugen.
Bei einer höheren Grundlast empfiehlt sich dagegen eher ein Speicher mit 3,84 kWh. Damit die größere Kapazität im Alltag sinnvoll genutzt werden kann, sollten hier in der Regel mindestens 3 Solarpanels vorhanden sein. Nur so lässt sich genug Strom erzeugen, um den Speicher regelmäßig zu laden und den Verbrauch über einen längeren Zeitraum abzudecken.
Wenn Du Deine Grundlast senken möchtest, lohnt sich ein Blick auf dauerhaft laufende Verbraucher. Alte Geräte mit hohem Stromverbrauch, unnötige Standby-Geräte oder ineffiziente Dauerverbraucher können die Grundlast unnötig erhöhen. Wer diese Verbraucher erkennt und reduziert, spart langfristig Stromkosten.
Die Grundlast ist eine der wichtigsten Kennzahlen, wenn Du Deinen Stromverbrauch besser verstehen und ein Balkonkraftwerk mit Speicher sinnvoll planen möchtest. Sie zeigt Dir, wie viel Strom Dein Haushalt dauerhaft benötigt, und hilft Dir dabei, die passende Speichergröße und eine sinnvolle Anzahl an Solarpanels auszuwählen.
Wer seine Grundlast kennt, kann Strom effizienter nutzen, Kosten senken und Solarstrom im Alltag gezielter einsetzen.
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