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15.10.26

Zwei Solarmodule an einem Balkongeländer

Was bringt ein Balkonkraftwerk im Jahr? Ertrag und Ersparnis berechnet

So viel Strom und Geld bringt dir ein Balkonkraftwerk – mit unseren Sets durchgerechnet

Wie viele Kilowattstunden liefert ein Balkonkraftwerk wirklich – und wie viel davon spart dir am Ende Geld? Pauschale Angaben helfen dir dabei wenig, denn Ausrichtung, Neigung, Anzahl der Module, ein Speicher und ein Smart Meter verändern das Ergebnis deutlich. Deshalb haben wir nachgerechnet: mit dem Prognose-Tool PVGIS der Europäischen Kommission, für den Standort Heilbronn und mit den Modulen und Speichern aus unseren Sets. Hier siehst du, was ein Balkonkraftwerk im Jahr erzeugt, wie viel davon in deinem Haushalt ankommt und welche Kombination sich für dich lohnt.

Inhalt:

Die kurze Antwort

Ein Balkonkraftwerk mit zwei AIKO-Modulen (970 Wp) erzeugt in Heilbronn nach Süden mit 30 Grad Neigung rund 1.070 kWh im Jahr. Hängen die Module senkrecht am Südbalkon, sind es rund 750 kWh. Wie viel du davon sparst, hängt davon ab, wie viel Strom du in dem Moment verbrauchst, in dem er erzeugt wird.

In unserem Rechenbeispiel – ein Haushalt mit 2.500 kWh Jahresverbrauch, 35 ct/kWh, Module nach Süden mit 30° – sparst du mit einem Balkonkraftwerk ohne Speicher bis zu rund 265 Euro im Jahr. Mit vier Modulen, 3,84-kWh-Speicher und Smart Meter sind es rund 555 Euro, weil du dann fast zwei Drittel deines gesamten Stroms selbst erzeugst.

1.070 kWhpro Jahr mit 2 AIKO-Modulen, Süd 30°
750 kWhpro Jahr mit 2 Modulen senkrecht am Balkon
rund 555 €Ersparnis pro Jahr mit 4 Modulen, 3,84 kWh und Smart Meter*
63 %deines Stromverbrauchs aus eigenem Solarstrom*

* Rechenbeispiel: Haushalt mit 2.500 kWh Jahresverbrauch, Süd 30°, 35 ct/kWh.

So haben wir gerechnet

Für die Ertragsprognose nutzen wir PVGIS, ein kostenloses Tool der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission. Es berechnet aus langjährigen Satelliten-Wetterdaten, wie viel Strom eine Solaranlage an einem bestimmten Ort erzeugt. Unsere Eingaben:

  • Standort: Heilbronn, mit dem vom Tool berechneten Horizont
  • Module: AIKO Neostar 3S+ mit 485 Wp und Jolywood Niwa Black mit 500 Wp, als kristallines Silizium
  • Systemverluste: 14 Prozent, der Standardwert des Tools für Kabel, Wechselrichter und Verschmutzung
  • Jahresertrag: Mittelwert der Jahre 2005 bis 2023

Für den Eigenverbrauch haben wir die stündlichen PVGIS-Werte der Jahre 2014 bis 2023 mit einem Verbrauchsprofil kombiniert, Stunde für Stunde. Als Verbrauch nutzen wir das Standardlastprofil H0 für Haushalte, mit dem auch Energieversorger rechnen. Es bildet ab, wann ein durchschnittlicher Haushalt über den Tag, die Woche und das Jahr Strom braucht. Unsere weiteren Annahmen: 90 Prozent der Speicherkapazität sind nutzbar, beim Laden und Entladen gehen insgesamt 10 Prozent verloren, und ins Hausnetz fließen höchstens 800 W. Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude ist nicht berücksichtigt.

Jahresertrag nach Ausrichtung und Modulanzahl

Die Tabelle zeigt, wie viel Strom die Module unserer Sets pro Jahr erzeugen. Der erste Wert gilt für AIKO-Module, der zweite für Jolywood-Module. Bei Ost-West zeigt die Hälfte der Module nach Osten, die andere nach Westen.

Ausrichtung2 Module
970 / 1.000 Wp
3 Module
1.455 / 1.500 Wp
4 Module
1.940 / 2.000 Wp
Süd, 30°1.070 / 1.1001.600 / 1.6502.130 / 2.200
Süd, 60°1.020 / 1.0501.520 / 1.5702.030 / 2.100
Süd, senkrecht750 / 7801.130 / 1.1701.510 / 1.550
Ost-West, 30°860 / 8901.300 / 1.3401.730 / 1.780
Ost-West, senkrecht530 / 550800 / 8201.060 / 1.100
Nord, senkrecht190 / 200––

Werte in kWh pro Jahr, gerundet. Quelle: PVGIS 5.3, Standort Heilbronn, 14 % Systemverluste.

Das bedeutet konkret: Die Neigung macht einen großen Unterschied. Hängen die Module senkrecht am Geländer, erzeugen sie rund 30 Prozent weniger als schräg aufgestellte Module. Kannst du sie mit einer verstellbaren Halterung anwinkeln, holst du deutlich mehr heraus. Ein Nordbalkon bringt mit zwei Modulen dagegen nur rund 200 kWh – ob sich das trotzdem lohnt, erklären wir im Beitrag zur Ausrichtung Norden.

Die Wahl der Solarmodule verändert den Jahresertrag nur leicht: Die Jolywood-Module liefern dank 500 Wp rund 3 Prozent mehr. Die AIKO-Module sind dafür 20 cm kürzer und erzeugen mehr Strom pro Fläche – ein Vorteil, wenn dein Balkon wenig Platz bietet.

Mehr als zwei Module trotz 800-Watt-Grenze?

Ein Balkonkraftwerk mit 800 Watt darf höchstens 800 W ins Hausnetz abgeben, an Modulleistung sind bis zu 2.000 Wp erlaubt. Zwei Module mit 970 Wp erreichen die 800 W in der Praxis nur selten. Bei vier Modulen sieht das anders aus: Zur Mittagszeit liefern sie im Sommer deutlich mehr, als ins Hausnetz fließen darf.

Genau hier liegt der Vorteil eines Speichers. Die STREAM-Speicher unserer Sets nehmen mindestens 1.000 W Solarleistung auf und laden den Überschuss in den Akku. Ganz verlustfrei klappt das aber nicht: Ist der Speicher im Sommer mittags voll, bleibt ein Teil ungenutzt. Bei 1.940 Wp nach Süden mit 30° Neigung sind das in unserer Rechnung je nach Speicher und Verbrauch rund 150 bis 330 kWh im Jahr, bei senkrechten Modulen rund 100 kWh oder weniger. Senkrecht montierte Module verteilen ihren Ertrag gleichmäßiger über Tag und Jahr.

Erzeugt ist nicht gespart: der Eigenverbrauch

Entscheidend ist nicht nur, wie viel dein Balkonkraftwerk erzeugt, sondern wie viel du davon selbst nutzt. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde musst du nicht aus dem Netz kaufen – bei 35 ct/kWh sparst du also 35 Cent. Überschuss, den du nicht verbrauchst, fließt ins Netz und wird in der Regel nicht vergütet.

Ein fester Teil deines Verbrauchs ist die Grundlast: Kühlschrank, Router, Heizungspumpe und Geräte im Standby ziehen rund um die Uhr Strom. Dazu kommt alles, was du zwischendurch einschaltest – Kaffeemaschine, Waschmaschine, Herd, Fernseher. Das Standardlastprofil bildet beides ab. Es zeigt einen durchschnittlichen Haushalt: Bei deinem eigenen Haushalt schwankt der Verbrauch stärker, etwa wenn der Wasserkocher kurz 2.000 W zieht. Ohne Speicher nutzt du deshalb in der Praxis oft etwas weniger Solarstrom selbst, als unsere Rechnung zeigt.

Was ein Speicher pro Jahr ausmacht

Ohne Speicher nutzt du den Solarstrom nur in dem Moment, in dem er entsteht. Abends und nachts kommt dein Strom aus dem Netz. Ein Speicher speichert tagsüber den Überschuss und gibt ihn abends und nachts wieder ab. So viel Solarstrom nutzt ein Haushalt mit 2.500 kWh Jahresverbrauch in unserer Rechnung pro Jahr selbst, jeweils mit Smart Meter:

Set (AIKO-Module)Süd, 30°Süd, senkrecht
Ohne Speicher, 970 Wp760 kWh
265 €
620 kWh
220 €
1,92 kWh (STREAM Ultra), 970 Wp1.010 kWh
350 €
740 kWh
260 €
1,92 kWh (STREAM Ultra), 1.940 Wp1.360 kWh
475 €
1.180 kWh
410 €
3,84 kWh (STREAM Ultra X), 1.940 Wp1.590 kWh
555 €
1.360 kWh
475 €
5 kWh (STREAM 5000), 1.940 Wp1.630 kWh
570 €
1.400 kWh
490 €

Selbst genutzter Solarstrom pro Jahr und Ersparnis bei 35 ct/kWh, gerundet. Standardlastprofil H0, 2.500 kWh/Jahr, Annahmen siehe oben.

In der Praxis zeigt sich: Mit zwei Modulen und einem durchschnittlichen Verbrauch nutzt du schon ohne Speicher einen großen Teil des erzeugten Stroms selbst. Der Speicher bringt hier rund 250 kWh im Jahr mehr. Seine volle Wirkung entfaltet er mit drei bis vier Modulen: Dann deckst du rund 63 Prozent deines gesamten Jahresverbrauchs mit eigenem Solarstrom.

Mit Smart Meter: Der Speicher folgt deinem Verbrauch

Ein Speicher weiß nicht von selbst, wie viel Strom du gerade brauchst. Ohne Messwerte gibt er einen festen Wert ab – beim STREAM 5000 sind das ab Werk 200 W. Läuft gerade nur der Kühlschrank, fließt ein Teil davon ungenutzt ins Netz. Kochst du abends, reichen 200 W nicht, und der Rest kommt aus dem Netz.

Ein Smart Meter im Zählerschrank oder ein Lesekopf am Stromzähler löst das: Er misst laufend, wie viel Strom dein Haushalt gerade bezieht oder einspeist. Die STREAM-Speicher passen ihre Abgabe daran an – bis zur Grenze von 800 W. So deckt der Speicher nicht nur die Grundlast, sondern auch einen großen Teil deines Verbrauchs am Abend.

So groß ist der Unterschied in unserer Rechnung bei 2.500 kWh Jahresverbrauch und Südausrichtung mit 30°:

  • 1,92 kWh, zwei Module: 900 kWh mit festem Wert, 1.010 kWh mit Smart Meter – rund 35 Euro mehr im Jahr.
  • 3,84 kWh, vier Module: 1.330 kWh mit festem Wert, 1.590 kWh mit Smart Meter – rund 90 Euro mehr im Jahr.
  • 3,84 kWh, vier Module, 3.500 kWh Verbrauch: 1.510 kWh mit festem Wert, 1.830 kWh mit Smart Meter – rund 110 Euro mehr im Jahr.

Das bedeutet konkret: Je größer Speicher und Verbrauch, desto mehr lohnt sich ein Smart Meter. Bei vier Modulen und größerem Speicher gehört es für uns dazu. Wichtig ist dabei: Ein Smart Meter im Verteilerkasten baut eine Elektrofachkraft ein.

Welche Kombination passt zu deinem Verbrauch?

Ein größerer Speicher bringt nur dann mehr, wenn du ihn auch leer bekommst. So viel Solarstrom nutzt du mit Smart Meter je nach Jahresverbrauch (Süd, 30°):

Verbrauch pro Jahr1,92 kWh
970 Wp
3,84 kWh
1.940 Wp
5 kWh
1.940 Wp
1.500 kWh860 kWh1.160 kWh1.180 kWh
2.500 kWh1.010 kWh1.590 kWh1.630 kWh
3.500 kWh1.060 kWh1.830 kWh1.900 kWh

Selbst genutzter Solarstrom pro Jahr, gerundet. Standardlastprofil H0, mit Smart Meter.

Unsere Empfehlung lautet:

  • Kleiner Haushalt um 1.500 kWh: Ein Balkonkraftwerk mit Speicher mit 1,92 kWh und zwei Modulen deckt schon fast 60 Prozent deines Verbrauchs. Das reicht in vielen Fällen.
  • Haushalt ab rund 2.500 kWh: Vier Module mit 3,84 kWh und Smart Meter. Gegenüber dem kleinen Set nutzt du rund 580 kWh mehr Solarstrom im Jahr.
  • 5 kWh: Der STREAM 5000 bringt in unserer Rechnung nur rund 20 bis 75 kWh mehr als 3,84 kWh. Er lohnt sich, wenn du abends besonders viel Strom brauchst oder dein System später erweitern willst.

Die Sets aus unserer Rechnung

Diese drei Sets haben wir oben durchgerechnet. Preis und Verfügbarkeit siehst du direkt an der Karte.

Produktgalerie überspringen
32.36
Balkonkraftwerk mit Speicher 1,92 kWh, 970 W
Balkonkraftwerk mit Speicher 1,92 kWh, 970 W

Für 1–2 Personen Stromverbrauch bis 1.750 kWh im Jahr

  • Solar970 Wp
  • Speicher1,92 kWh
  • Einspeisung800 W
  • Ertrag/Jahr1.270 kWh²

AIKO Premium-Module

Bis zu 440 €² im Jahr sparen

Verkaufspreis: 999,00 € Regulärer Preis: 1.477,00 €
16.84
Balkonkraftwerk mit Speicher 3,84 kWh, 1940 W
Balkonkraftwerk mit Speicher 3,84 kWh, 1940 W

Ab 3-4 Personen Stromverbrauch ab 3000 kWh im Jahr

  • Solar1.940 Wp
  • Speicher3,84 kWh
  • Einspeisung800 W
  • Ertrag/Jahr2.500 kWh²

AIKO Premium-Module

Bis zu 890 €² im Jahr sparen

Verkaufspreis: 1.709,00 € Regulärer Preis: 2.055,00 €
10.02
Balkonkraftwerk mit Speicher 5 kWh, 1940 W
Balkonkraftwerk mit Speicher 5 kWh, 1940 W

Ab 3-4 Personen Stromverbrauch ab 3000 kWh im Jahr

  • Solar1.940 Wp
  • Speicher5 kWh
  • Einspeisung800 W
  • Ertrag/Jahr2.500 kWh²

AIKO Premium-Module

Bis zu 890 €² im Jahr sparen

Verkaufspreis: 2.119,00 € Regulärer Preis: 2.355,00 €

Sommer, Winter und schwache Jahre

Der Jahresertrag verteilt sich ungleich. Zwei AIKO-Module nach Süden mit 30° Neigung liefern im Juli rund 135 kWh, im Dezember nur rund 30 kWh. Senkrechte Module erzeugen im Sommer weniger, im Winter aber sogar etwas mehr: rund 37 kWh im Dezember, weil die tief stehende Sonne fast frontal auf die Module trifft. Was du in der dunklen Jahreszeit erwarten kannst, erklären wir ausführlich im Beitrag Balkonkraftwerk im Winter.

Auch von Jahr zu Jahr schwankt der Ertrag. In den Jahren 2014 bis 2023 lag er für zwei AIKO-Module nach Süden mit 30° zwischen rund 995 kWh im schwächsten und rund 1.150 kWh im stärksten Jahr. Rechne also mit einem Spielraum von etwa 7 Prozent nach oben und unten.

So rechnest du mit PVGIS selbst nach

Du willst den Ertrag für deinen Balkon genau wissen? Mit dem kostenlosen Tool PVGIS geht das in wenigen Minuten:

  1. Gib deine Adresse ein oder klicke deinen Standort auf der Karte an.
  2. Wähle den Reiter „Netzgekoppelt“ und als PV-Technologie „Kristallines Silizium (original)“ – damit hast du dieselbe Einstellung wie wir.
  3. Trage unter „Installierte maximale PV-Leistung“ den Wert in kWp ein, zum Beispiel 0,97 für zwei AIKO-Module oder 1,94 für vier.
  4. Lass den Systemverlust bei 14 Prozent.
  5. Stelle die Neigung ein – 90 Grad für senkrechte Module – und den Azimut: 0 steht für Süden, −90 für Osten, 90 für Westen und 180 für Norden.
  6. Klicke auf „Ergebnisse anzeigen“. Im Ergebnis siehst du den Jahresertrag in kWh und die Verteilung auf die Monate.

Beachte: PVGIS rechnet ohne die 800-W-Grenze, ohne Speicher und ohne deinen Verbrauch. Der Wert zeigt also, was deine Module erzeugen – nicht, was du davon selbst nutzt.

Fazit

Ein Balkonkraftwerk mit zwei Modulen erzeugt in Süddeutschland je nach Ausrichtung rund 750 bis 1.100 kWh im Jahr. Was es dir bringt, entscheidet aber der Eigenverbrauch. Ohne Speicher nutzt du vor allem den Strom, der tagsüber entsteht. Mit Speicher und Smart Meter versorgst du deinen Haushalt auch abends und nachts – mit vier Modulen und 3,84 kWh deckt ein Haushalt mit 2.500 kWh in unserer Rechnung fast zwei Drittel seines Verbrauchs selbst.

Unsere Empfehlung: Schau zuerst auf deinen Jahresverbrauch und deine Grundlast. Für einen kleinen Haushalt ist ein Set mit 1,92 kWh und zwei Modulen ein guter Start. Ab rund 2.500 kWh lohnen sich vier Module mit 3,84 kWh – dann immer mit Smart Meter, damit der Speicher deinem tatsächlichen Verbrauch folgt. Und hängen deine Module senkrecht, prüfe, ob du sie mit einer Halterung anwinkeln kannst.

EcoFlow STREAM 5000 Speicher steht im Sonnenlicht vor einer Reihe aufgestellter Solarmodule
Balkonkraftwerk mit Speicher
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